So., 11.03.: Friedrich Burschel berichtet vom NSU-Prozess

So., 11.03.: Friedrich Burschel berichtet vom NSU-Prozess

NSU – Blick in den Abgrund“

Nach rund 5 Jahren Verhandlung wird in Kürze der NSU-Prozess vor dem Münchner Oberlandesgericht zu Ende gehen. Friedrich Burschel ist einer der wenigen akkreditierten Korrespondenten im NSU-Prozess, der an fast allen Prozesstagen dabei war. Am Sonntag, den 11.03., kommt der Mitarbeiter des Projektes NSU-Watch (nsu-watch.info) nach Rosenheim und berichtet im Z – linkes Zentrum (Innstr. 45a) unter dem Titel „NSU –  Blick in den Abgrund“ über zwingende Konsequenzen aus dem NSU-Komplex.

Nachdem im Münchener NSU-Prozess nach langen Durststrecken und dem monatelangen, turbulenten Showdown der psychiatrischen Gutachter, im Juli 2017 endlich das Ende der Beweisaufnahme erreicht wurde, laufen jetzt die Plädoyers und ein Urteil scheint absehbar. Den Auftakt machte Mitte des Jahres die Bundesanwaltschaft und übertraf mit ihrer kontrafaktischen Zusammenfassung die schlimmsten Befürchtungen. Außerdem begann im Gerichtssaal und in den Medien eine „Frontbegradigung“, die es ermöglichen soll, nach dem Ende des Prozesses diesen als Ruhmesblatt des Rechtsstaates feiern zu können, obwohl die wesentlichen Fragen bis heute unbeantwortet bleiben und niemand mehr deren Beantwortung im Raum A 101 des Münchener Strafjustizzentrums erwartet.

Friedrich Burschel ist Mitarbeiter der Rosa-Luxemburg-Stiftung und des Projektes NSU-Watch (nsu-watch.info) sowie akkreditierter Korrespondent im NSU-Prozess. Die Veranstaltung, welche von der Gruppe „contre la tristesse“ in Kooperation mit dem „Kurt-Eisner-Verein“ organisiert wird, findet im „Z – linkes Zentrum in Selbstverwaltung“ in der Innstraße 45a (Rosenheim) statt. Sie beginnt um 19:00 Uhr, der Eintritt ist frei. Der Vortrag ist Teil der Veranstaltungsreihe „Kein Schlussstrich – NSU-Komplex und rechter Terror in Bayern“. Weitere Informationen zu der Veranstaltungsreihe finden sich unter: www.contre.rosenheim.social/nsu